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Die
Fauna auf der Insel Amrum
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Lange
Zeit war Wald ein Fremdwort für
die Insulaner. Nur Heide wuchs in Hülle und Fülle. Der Rest
war Ackerland. Pastor David Monrad (17. Jh.) versuchte nach eigener
Aussage, vergeblich Bäume zu pflanzen. Alle Versuche schlugen fehl.
Der salzige Nordwind ließ alle Setzlinge
vertrocknen. Die erste Baumpflanzung fand 1866 nach dem Bau der Vogelkoje
statt. Zur Tarnung des Kojenmannes - der Kerl gringelte die Gänse
- legte die Gemeinde ein Wäldchen von Birken, Erlen und Pappeln
an. Nur mühsam erreichte er eine geringe Höhe. Kurz darauf legte der
Staat bei Nebel eine Aufforstung mit Birken im "Matje-Tal" und eine
Pflanzung mit Kiefern auf der Heide bei Nebel an. Die Birken entwickelten
sich zu einem märchenhaften Hain. Und die Kiefernpflanzung bildete
den Grundstock für den heutigen Wald bei Nebel. Am Leuchtturm,
bei Norddorf und Privatleuten folgten weitere Aufforstungen. 1948 bepflanzte
die Gemeinden zusammen mit dem Amrumer Forstverband eine große
Heidefläche als Erholungsgebiet für Gäste an. Von den Nordseeinseln
hat Amrum heute den größten Waldbestand. Am Anfang der Aufforstung pflügte
man die Heide in bestimmten Bereichen tief. Die
eine halben Meter unter der Heide abgelagerte Ortsteinschicht sollte
aufgebrochen werden. Ortstein ist wasserdurchlässig und sieht aus
wie verrostetes Eisen. War das Klima (Wind, Sandflug) der Insel schon
schwierig, kamen Wildkaninchen und rattengroßen Ostschermäuse als ein
weiteres Problemen hinzu. Sie hatten junge Kiefern
und Laubbäume als Nahrungsquelle entdeckt. Damit
das charakteristische Bild der Insel (Heide) erhalten blieb, stellten
die Amrumer Ende der 60er Jahre die Aufforstungsmaßnahmen. Zu dem Zeitpunkt
nahm der Wald schon 10% der Inselfläche (200 Hektar) ein.
Waldbewuchs:
Birke,
Fichte, Schwarzkiefer
Heidebewuchs: Besenginster,
Besenheide, Glockenheide, Lungenenzian,
Rauschbeere,
Sonnentau, Torfmoos
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