Wildentenfang auf der Insel Amrum

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Die Vogelkoje ist ein künstlich angelegten Fanggarten für Enten. Vogelkoje MeerumSie ist ein Teich, der in einem gepflanzten Gehölz aus Pappeln, Erlen, Moorbirken oder Weiden liegt. 1730 wurde die erste Vogelkoje auf Föhr nach niederländischem Vorbild angelegt. Ab dem 18 Jh. entstanden sie auch auf den anderen nordfriesischen Inseln. Der Süßwasserteich wird von August bis Dezember von durchziehenden Wildenten zur Rast genutzt. Der Wildentenfang leistete lange Zeit einen wichtigen Beitrag zum Lebensunterhalt. Die Wildenten wurden von zahmen Köderenten in vier oder fünf bis zu 30 m langen, Fanggarten für Wildentenimmer enger zulaufende und mit Netzen überspannte Pfeifen (Gräben) gelockt. Aus einer Tarnung heraus trieb ein Kojenfänger die Enten so tief in die Pfeife, dass sie am Schluss in einer Reuse gefangen wurden. Dort wurden die Enten gegringelt. Angeblich wurde ihnen schmerzlos der Hals umgedreht. Heute hat man den Entenfang durch Verordnungen eingeschränkt. Die intakte Vogelkoje Meerum auf Amrum wird inzwischen als Reservat für Rastvögel genutzt und kann besichtigt werden.