Windmühlen Insel Amrum - Die Mühle in Nebel 1771
wurde die Nebeler Mühle erbaut. Man errichtete sie in Nebel auf der
höchsten Erhebung. Sie ist von allen Seiten zu sehen. Von der Mühle
aus kann man weit über die Insel bis zur Nordspitze nach Norddorf, nach
Wittdün im Süden und nach Westen auf das offene Meer, blicken.
Lange Zeit galt sie als wichtiges "Seezeichen" für vorüberfahrenden
Schiffe im Westen der Insel, bevor der Leuchtturm diese Aufgabe übernahm.
Die Technik Um
dem Betrieb der Mühle
zu verstehen,
suchen wir zunächst die Kappe auf. Über Mühlenflügel, Ruten-
u. Kronwellen setzt sich das Mühlensystem in die unteren
Etagen fort. Vier Mühlenflügel tragen 24 Klappen, die sich über eine
Zugstange den Windverhältnissen entsprechend regulieren lassen. Die
Zugstange
läuft durch das Innere der
Rutenwelle und lässt sich durch ein Gestänge, das aus der Kappenöffnung
ragt, mit einer Kette von unten bedienen. An der Kette hängt das Kontergewicht,
das bei einer durchschnittlichen Windstärke von 6 einen Gegendruck von
etwa 20 PS ausübt. Die Rutenwelle hat in der Mitte die mächtigen
hölzerne Kronenwelle, deren Holzzähne in die Speichen der Königswelle
greifen. Darunter hängt der Bremsbalken, dessen Stange auf den
Bremsring der Kronenwelle fasst. Die Bremse wird über eine nach
außen hängende Kette bedient. Schließlich sei noch das Getriebe
der Windrose erwähnt, das in mehrfacher Übersetzung in den Gleit-
und Zahnkranz greift, um die Kappe zu drehen. Die
Königswelle führt durch den Boden in die nächst untere Etage,
Eine
Etage tiefer kommt man zur Mahlsohle. Der Teeur hängt als tonnenartiges
Gebilde unter der Decke. Durch eine rotierende Trommel erfolgt die Auslese
des Rundkorngesämes, der giftigen Kornrade und der Vogelzwicke. Der
Aspirateur darunter dient zur Reinigung des Brotgetreides, der Schwarzreinigung.
von den mächtigen Klüvern getrieben. Von mächtigen Klüvern getrieben,
drehen sich in zwei Trommeln, je 25 Zentner schwer, die Mahlsteine.
Jeder Trommel enthält zwei Steine, deren Rillenseiten gegeneinander
liegen. Über die Elevator-Schächte und über einen Rüttelschuh, der den
Zulauf des Mahlgutes reguliert, fließt das Getreide durch das Auge
in die Mahltrommel. Die linke Trommel malt das Brotkorn, die rechten
das Futterkorn. Sortiert wird durch eine Klappe im Elevatorschacht.
Ursprünglich war die Mühle
eine Graupenmühle mit einer Pillerey aus Kalksandstein zum Schälen der
Gerste. Zum Schluss kommen wir in den Kellerraum, den Absackboden. Aus der Decke ragen Sackstutzen herunter. Sie zeigen, dass dort das gereinigte und das gemahlene Getreide erscheint. Bevor es durch die Sackstutzen wieder nach unten kommt, wird das Mahlgut im Kellerboden vom rechten Elevatorbehälter nach oben in die Reinigung befördert. Abschließend wird das Mahlgut vom linken Elevatorbehälter nach oben in die Mahltrommeln gebracht und erscheint nach dem Mahlen wieder in den Sackstutzen. Das Motorensystem befindet sich in der Mitte des Raumes. Die Besitzer der Mühle
Ort: Feederhuugam 8 25946 Nebel Im Heimatmuseum der Nebeler Mühle sind Exponate aus mehreren Jahrhunderten des Lebens auf Amrum und den Seefahrern, die Amrum besuchten oder dort lebten, ausgestellt. Das größte Ausstellungsstück ist die Mühle selbst. Heute noch, nach über 200 Jahren ist sie voll funktionsfähig. Im Sommer ist die Mühle Sonntags, wenn der Wind weht, in Aktion, sowohl von draußen als auch von innen, zu bewundern. Draußen kann man das Drehen der Flügel im Wind beobachten, innen kann man zusehen, wie die Zahnräder der Mühle sich in Bewegung setzen und den Mahlstein in Bewegung bringen. Die Mühle ist zum einen Heimatmuseum, samt dem kompletten Mahlwerk und den Ausstellungsstücken aus der Amrumer Vergangenheit, zum anderen sind dort Bilder von Künstlern ausgestellt. Der Verein versucht mit den Einnahmen und Spenden die Existenz der Mühle abzusichern. Ab Dafür >>> Grunwald´s Ferienwohnung >>> |