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Insel Amrum - Strand
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Der
Kniepsand ist eine sich ständig wandelnde Landschaft, ein natürlicher
Küstenschutz und kann wunderbar als Badestrand genutz werden. Eine
Seekarte des Holländischen Seefahrers L.J. Waghenaer von 1585 zeigt
den Kniepsand als "Ameren bor" (Amrumer Barriere). Auf dieser Karte
greift der Kniepsand quer zur Inselküste weit hinaus auf See. Die Insel
wirft "einen sandigen Strich zwei Meilen weit hinaus" stand in dem kurzen
Bericht über Amrum vom Reiseschriftsteller Braun-Hogenberg. 7,420
km beträgt eine geographische Meile, also sind 2
Meilen ca. 15 km. Der Kniepsand gehört nicht zur Insel Amrum,
sondern ist eine Sandbank des Meeres. Das Material stammt nicht von
den Abbrüchen der Sylterküste, sondern wird vorwiegend von Westen und
Südwesten herangegefrachtet. In den letzten Jahrhunderten hat der Kniepsand
seine Gestalt oft verändert. Eine Karte von 1800 zeigt, daß die Sandbank
nur im Südwesten, etwa zwischen Satteldüne und Wriak-Hörn, Verbindung
mit Amrum hatte. Von dort aus ging ein Arm im weiten Bogen hinaus auf
See. Spätere Karten lassen dann ein Heranrücken dieses Armes erkennen,
bis der Sandarm etwa einen Kilometer enfernt parallel zur Inselküste
verläuft. Der Arm verlängert sich nach Norden, und um 1880 bildet er
einen Haken nach Süden aus. Zwischen Kniepsandarm und Inselküste befand
sich der "Kniephafen", dessen Öffnung von Norden her noch um1900 bis
in die Höhe der Halle von Nebel reichte. Die Versandung (von Süden)
ging so rasch, daß in kurzer Zeit die Bootsschuppen der Rettungsstation
zweimal nach vorne verlegt werden mußten. Um 1900 wurde querab von Norddorf
eine Brücke für den Schiffsverkehr mit Hörnum gebaut. Diese mußte schon
im Jahre1909 einen Kilometer nach Norden verlegt werden, im Jahre 1937
mußte sie wieder um 500 Meter nach Norden verlegt werden. Bald wurde
sie auch dort von der Versandung erreicht. Auch heute wandert die Kniepsandbank
noch nordwärts (Durchschnittlich 50 Meter im Jahr).
Man muß heute nochmit einer weiteren Erhöhung der Sandfläche rechnen
(zwischen 0,80m und 1,20m über dem mittleren Hochwasser). Auf dem Kniepsand
in Höhe des Quermarkenfeuers ist seit kurzer Zeit eine ganz neue Entwicklung
zu beobachten: Dort haben sich Dünenstreifen (teilweise 2m hoch) gebildet. Während der Sommermonate bilden
sich durch Sandflug und Pflanzenwuchs auch anderorts kleine Dünen, die
aber durch herbstliche Sturmfluten eingeebnet werden.
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