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Ägir oder Ekkenekkepenn

(Geschichte, Sage, Erzählung, Legende - aus "Sagen, Märchen und Lieder der Herzogtümer Schleswig" 1845, K. Müllenhoff)

Ägir, Ögir oder Ekkenekkepenn, der Gott des Meeres, wohnte mit seiner hässliche Gemahlin Ran in einem Kristallpalast auf dem Grunde des Meeres. Beide dachte man sich gewöhnlich halb als Mensch, halb als Fisch, doch konnten sie sich auch eine vollständige menschliche Gestalt geben. Diese zwei Götter kamen mit ihren Tugenden und Untugenden der Menschheit ungemein nahe. Ihre Neugierde war sehr groß, und man konnte sie vom Schiff aus in der Ferne auf dem Wasser schweben sehen. Ekkenekkepenn war ein großer Frauenfreund und stellte am Strand gerne hübsche Mädchen nach, weshalb die alte hässliche und zänkische, dabei ungemein eifersüchtige ran ihn nicht gerne von sich ließ, sondern immer im Hause behielt. Hier musste sie Salz mahlen, wo durch dann im Wasser ein gefährlicher Mahlstrom entstand und manches Schiff untergehen musste.

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Von Ekkenekkepenn sind auf Föhr fast alle Sagen verschwunden, auf Sylt ist sein Name eher bekannt geblieben. Fast alle Sagen stammen von dem Sylter Chronisten Hansen.


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